Beispiel einer Hausordnung für ein Mehrfamilienhaus / Wohnungseigentümergemeinschaft

 

HAUSORDNUNG

Diese Hausordnung ist Bestandteil des Mietvertrages und wird zusammen mit diesem an den Mieter übergeben. Die Hausordnung dient erstens einem geordneten "Miteinander" in der Wohnanlage und zweitens dem Schutz, der Sicherheit und dem Erhalt des Hauses und seiner Bewohner. Bitte halten Sie sich an die einzelnen Punkte dieser Hausordnung, damit allen Bewohnern und sonstigen Beteiligten ein störungs- und stressfreies Zusammenleben möglich ist. Verstöße gegen die Hausordnung werden seitens der Hausverwaltung als Vertragsverletzung angesehen. Bei wiederholter Missachtung, nach erfolgloser Abmahnung wird die Hausverwaltung das Mietverhältnis auch ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist beenden.

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1.) Ruhe und Ordnung in der Wohnanlage

Die gemeinschaftliche Nutzung eines Hauses von Mietern bedingt neben einem guten nachbarschaftlichen Verhältnis auch gegenseitige Rücksichtnahme.

a)

Vermeidbarer Lärm belästigt unnötig alle Hausbewohner. Deshalb ist Musizieren während der allgemeinen Ruhezeiten von 12:00 - 14:00 Uhr und von 22:00 - 07:00 Uhr untersagt.

Fernseh-, Radio- und sonstige Geräte sind stets auf Zimmerlautstärke einzustellen. Bei Benutzung im Freien (Balkon / Terrasse, etc.) sollten Sie darauf achten, dass Ihre Mitbewohner dadurch nicht gestört werden.

b)

Sind bei handwerklichen und hauswirtschaftlichen Arbeiten im Haus, Hof oder Garten belästigende Geräusche nicht zu vermeiden, so sind diese Verrichtungen werktags in der Zeit von 08:00 - 12:00 Uhr und von 14:00 bis 18:00 Uhr vorzunehmen.

c)

Festlichkeiten aus besonderem Anlass, die sich über 22:00 Uhr hinaus erstrecken, sollen den betroffenen Hausbewohnern rechtzeitig angekündigt werden.

d)

Bei schwerer Erkrankung eines Hausbewohners ist besondere Rücksichtnahme geboten.

e)

Eltern müssen darauf achten, daß ihre Kinder nicht innerhalb des Treppenhauses, der Gemeinschaftsräume im UG oder der Tiefgarage spielen.

2. Sicherheit

a)

Zum Schutz der Hausbewohner sind die Haustüren von 21:00 - 06:00 Uhr verschlossen zu halten. Wer die Türen innerhalb dieser Zeit öffnet, hat sie sofort wieder zu verschliessen.

b)

Hauseingänge, Treppen und Flure erfüllen ihren Zweck als Fluchtwege nur, wenn sie freigehalten werden. Fahrräder, Kinderwagen, Gegenstände aller Art, auch Schuhe dürfen hier nicht abgestellt werden.

c)

Das Lagern von feuergefährlichen, leicht entzündbaren, sowie Geruch verursachenden Stoffen in Kellerräumen, Tiefgarage, Balkon und Terrasse ist untersagt.

d)

Spreng- und Explosionsstoffe dürfen nicht in das Haus oder auf das Grundstück gebracht werden.

e)

Bei Undichtigkeiten oder sonstigen gravierenden Mängeln an der Gas- und Wasserleitung sind sofort das Gas- und Wasserwerk (Notdienstplan) und die Hausverwaltung / Hausmeister zu benachrichtigen.

f)

Das Grillen mit festen oder flüssigen Brennstoffen ist auf den Balkonen / Terrassen und auf den unmittelbar an dem Gebäude liegenden Flächen nicht gestattet.

3. Reinigung

a)

Haus und Grundstück sind sauber zu halten. Verunreinigungen sind von den verantwortlichen Hausbewohnern / bei Kindern Erziehungsberechtigten unverzüglich zu beseitigen.

b)

Die allgemeine Hausreinigung ist hausintern geregelt (Kehrwoche). Winterdienst und Reinigung und Pflege des Außenbereiches sind durch die Hausverwaltung geregelt.

Die Pflege / Reinigung der zur jeweiligen Wohnung gehörenden Terrasse mit eventuell dazugehörendem Blumenbeet, sowie des jeweiligen Tiefgaragen- und Außenstellplatzes liegt im Aufgabenbereich des Mieters.

c)

Das Reinigen von Textilien und Schuhwerk darf nicht am offenen Fenster, über dem Balkongeländer oder etwa im Treppenhaus erfolgen.

d)

Das Wäschetrocknen über dem Balkongeländer und das Überhängen und eventuell sogar Ausklopfen von Teppichen ist untersagt

e

Auf den Terrassen und Balkonen dürfen keine Kompostierer aufgestellt werden.

4. Allgemeines

a)

Tierhaltung ist grundsätzlich nicht gestattet.

b)

Bei Benutzung des Gemeinschaftstrockenraumes ist darauf zu achten, daß trockene Wäsche umgehend abgehängt wird, damit der Platz anderen Mitbewohnern wieder zur Verfügung steht.

c)

Das Anbringen von Blumenkästen und dergleichen an den Balkongeländern ist verboten.

 

d)

Das Herunterwerfen von Abfällen jeder Art (z. B. Zigarettenkippen) ist untersagt.

e)

Eltern bitten wir, ihre Kinder anzuhalten, das Treppenhaus, Außenflächen und Gebäudewände nicht zu zerkratzen bzw. zu bemalen. Es ist nicht gestattet Fahrräder, Inliner oder Skateboards im Treppenhaus abzustellen. Bei einem eventuell durch Zuwiderhandlung eintretenden Schadensfall haften die Eltern für ihre Kinder.

f)

Auch oder gerade in der kalten Jahreszeit sind die Wohnungen ausreichend zu lüften (siehe Infoblatt "Richtiges Lüften", welches Sie mit dem Mietvertrag bekommen haben).

Das Trocknen von Wäsche innerhalb der Wohnung ist nach Möglichkeit zu vermeiden (Feuchtigkeit / Schimmelbildung). Die Wohnung (vor allem die Küche) darf zum Treppenhaus hin nicht gelüftet werden. Die Filtermatten innenliegender Bäder u. WC`s sind vom Mieter regelmäßig zu reinigen bzw. auszutauschen.

g)

Weder Haus- u. Küchenabfälle, noch Frittierfett, Papierwindeln oder etwa Tüten mit Katzenstreu dürfen über Toiletten und Abflussbecken entsorgt werden. Schäden, welche durch eine etwaige Zuwiderhandlung entstehen, hat der Mieter auf eigene Kosten zu beheben.

h)

Die Fenster des Keller- u. Treppenhauses sind in der kalten Jahreszeit geschlossen zu halten.

i)

Bei Außentemperaturen unterhalb des Gefrierpunktes, sind geeignete Maßnahmen zu treffen, um das Einfrieren sanitärer Anlagen zu vermeiden.

j)

Das Anbringen von Sattelitenschüsseln an den Außenwänden ist grundsätzlich untersagt.

k)

Klingel- u. Briefkastenschilder am Hauseingang und an der Wohnungstür werden durch die Hausverwaltung beschriftet. Das Zukleben vorn Briefkastenschlitzen bei Auszug oder längerer Abwesenheit (Urlaub / Krankheit) ist verboten. Reinigungs- bzw. Instandsetzungsarbeiten, welche durch Zuwiderhandlung notwendig werden, werden dem jeweiligen Mieter in Rechnung gestellt.

l)

Im Kellerbereich, im gesamten Treppenhaus sowie in den Allgemeinräumen und der Tiefgarage ist RAUCHVERBOT

5. Garagenordnung

a)

In der Tiefgarage dürfen nur Kraftfahrzeuge oder Pkw-Anhänger abgestellt werden; und zwar nur solche, die auch für den Straßenverkehr zugelassen sind.

Aus Brandschutzgründen ist das Abstellen von Sperrmüll, Reifen, offenem Hausmüll und dergleichen nicht gestattet.

Das Reparieren von Fahrzeugen, Oelwechsel und das Waschen von Fahrzeugen ist aus den gleichen Gründen untersagt.

Es ist darauf zu achten, dass der Tiefgaragenboden und die Stellplätze im Freien nicht durch Tropfendes Oel oder Kühlwasser und dergleichen beschädigt werden. Für Schäden die hierdurch entstehen hat der jeweilige Mieter aufzukommen.

b)

Längeres Laufenlassen des Motors ist aus Gründen der enormen Luftverschmutzung und der damit einhergehenden Gesundheitsschädlichkeit zu vermeiden. Um eine Verschmutzung der Tiefgaragenwände zu vermeiden, dürfen Fahrzeuge nur vorwärts eingeparkt werden.

c)

Die Garagenzufahrt und die Fahrwege in der Garage dürfen zum Be- u. Entladen nicht benutzt werden.

d)

Fahrzeuge, die nicht mehr zum Straßenverkehr zugelassen sind, dürfen in der Tiefgarage bzw. auf den Außenstellplätzen nicht abgestellt werden.

6. Müllentsorgung

a)

Abfälle und Unrat dürfen nur in den dafür vorgesehenen städtischen Müllbehältern gesammelt werden. Diese sind über die jeweilige Stadtverwaltung zu beziehen.

b)

Es ist untersagt, nicht erwünschte Werbesendungen einfach auf die Briefkastenanlage zu legen oder einfach auf den Boden oder ins Treppenhaus zu werfen. Papier und Kartonagen sind über eine kostenlose "Blau Tonne" zu entsorgen (diese Tonnen sind ebenfalls über die Stadtverwaltung zu beziehen)

c)

Es ist darauf zu achten, dass keine Abfälle, Unrat (Zigarrettenkippen u. dgl.), sowie Sperrmüll im Haus, auf den Zugangs- und Zufahrtswegen oder auf den Stellplätzen der Mülleimer verschüttet werden. Derartige Verunreinigungen sind unverzüglich zu beseitigen.

d)

"Wilde" Vermüllungen in Kellerräumen, in der Tiefgarage, im Treppenhaus, in den Wohnungen, sowie in der gesamten Wohnanlage sind strengstens untersagt. Zuwiderhandlungen werden u. U. zur Anzeige gebracht.

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