A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
A

Abschreibung
Wertverlust eines Wirtschaftsgutes, wie er nach (steuer-) gesetzlichen Vorschriften berechnet werden darf. Abschreibungen mindern das zu versteuernde Einkommen und senken dadurch die Steuerlast, ohne dass damit Ausgaben verbunden sind.

Agio
Siehe Ausgabeaufschlag.

Annuität
Jahresleistung aus Zins und Tilgung, die zur Rückzahlung eines Darlehens aufgebracht werden muss. Bei monatlicher Zahlungsweise beträgt die Rate entsprechend ein Zwölftel der Annuität.

Annuitätendarlehen
Darlehen mit gleichbleibenden jährlichen Raten. Die jährliche Rate (Annuität) berechnet sich aus Zinssatz plus Tilgungssatz multipliziert mit der Darlehenssumme. Mit jedem Jahr steigt der Tilgungsanteil, da die Zinszahlungen abnehmen.

Anschlussfinanzierung
Fortführung der Finanzierung nach Ablauf der Zinsbindung.

Anteilschein
Urkunde, die die Investmentgesellschaft über einen Investmentanteil ausstellt. Sie verbrieft, dass ein Anleger diesen Anteil erworben hat und dass ihm deshalb Rechte, zum Beispiel auf Gewinnausschüttungen, zustehen.

Ausgabeaufschlag
Aufschlag auf den Preis beim Kauf eines Fondsanteil.

Ausschüttung
Geldbetrag, den ein offener oder geschlossener Fonds den beteiligten Kapitalanlegern auszahlt. Die Ausschüttung ist zu unterscheiden vom Gewinn oder Jahresertrag des Fonds: Dieser kann höher oder niedriger sein als die Ausschüttung.


B


Bauantrag
Mit dem Bauantrag leitet der Bauherr das Baugenehmigungsverfahren ein. Die jeweilige Landesbauordnung regelt, welche Unterlagen erforderlich sind. Grundsätzlich werden Bau- und Lagepläne sowie statistische Nachweise verlangt.

Baugenehmigung
Wer eine Immobilie bauen will, braucht diese behördliche Erlaubnis. Der Bauherr stellt dazu einen Bauantrag beim zuständigen Bauamt. Die Verfahren sind in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt.

Bausparsumme
Summe, auf die ein Bausparvertrag abgeschlossen wird. Sie bestimmt die Höhe des Darlehensanspruchs.

Bausparvertrag
Sparvertrag, bei dem ein bestimmter Prozentsatz der Vertragssumme angespart werden muss (in der Regel 40 bis 50 Prozent), um ein zinsgünstiges Darlehen in Höhe des restlichen Betrages zu erhalten. Die Verzinsung des Darlehens hängt von der Guthabenverzinsung ab.

Bauträger
Unternehmen, das in eigenem Namen, auf eigene oder fremde Rechnung, gewerbsmäßig Bauvorhaben durchführt. Errichtet das Bauträgerunternehmen Immobilien für eigene Rechnung, so vermarktet es sie nach Errichtung.

Bearbeitungsgebühr
Einige Kreditinstitute berechnen eine Bearbeitungsgebühr von 0,2 bis 2 Prozent der Darlehenssumme. Die Gebühr ist im Effektivzins enthalten.

Bebauungsplan
Im Bebauungsplan sind Art (Gewerbe, Wohnen, Industrie etc.) und Maß der baulichen Nutzung (Gebäudehöhe, zulässige Geschossfläche etc.) eines Grundstücks festgelegt. Kann beim Bauamt eingesehen werden.

Beleihungsgrenze
Prozentsatz des Beleihungswerts, bis zu dem eine Bank ein Bauvorhaben mit einem Hypothekendarlehen finanziert. In der Regel sind bis zu 80 Prozent des Beleihungswerts finanzierbar. Günstige "erstrangige" Konditionen gelten jedoch häufig nur bis zu einer Grenze von 60 Prozent.

Beleihungswert
Wert, der bei einem Verkauf der Immobilie nach der Schätzung des Kreditinstituts oder eines Gutachters jederzeit erzielbar ist - vermindert um einen Sicherheitsabschlag. Der Beleihungswert wird aus dem Sachwert oder - bei Mietobjekten - aus dem Ertragswert der Immobilie ermittelt.

Bereitstellungszinsen
Zinsen, die ein Kreditinstitut für einen bereit gestellten, aber vom Kreditnehmer noch nicht abgerufenen Kredit verlangt. In der Regel verlangen die Banken ab dem dritten Monat nach der Darlehenszusage 0,25 Prozent Zinsen pro Monat auf den noch nicht ausgezahlten Teil des Gesamtkredits.


C


nicht belegt


D


DAX
(Deutscher Aktienindex) Kennzahl für die durchschnittliche Wertentwicklung der 30 wichtigsten deutschen börsennotierten Aktiengesellschaften.

Disagio/Damnum
Abschlag, den die Bank bei der Auszahlung des Darlehens einbehält. Beispiel: Bei einem Disagio von 5 Prozent erhält der Kreditnehmer von einem 100.000 Mark Darlehen nur 95.000 Mark ausgezahlt. Zu verzinsen und zu tilgen ist aber die volle Nominalschuld von 100.000 Mark. Zum Ausgleich für den Auszahlungsverlust zahlt der Kreditnehmer bis zum Ende der Zinsbindung einen niedrigeren Nominalzins als bei voller Darlehensauszahlung.

Doppelbesteuerungsabkommen
(DBA) Abkommen zwischen zwei Staaten zur Vermeidung einer doppelten Besteuerung von Einkünften im Ausland.


E


Effektivzins
Kreditinstitute sind in der Preisangabenverordnung verpflichtet, bei Kreditangeboten und im Darlehensvertrag den effektiven Jahreszins anzugeben. Er berücksichtigt neben dem Nominalzins auch Bearbeitungsgebühren, ein Disagio, die Art der Zins- und Tilgungsverrechnung und eventuelle Vermittlungsprovisionen. Nicht im Effektivzins enthalten sind Schätzgebühren, Bereitstellungszinsen, Teilauszahlungszuschläge und Kontoführungsgebühren.

Eigenheimzulage
Unter bestimmten Voraussetzungen erhalten Käufer oder Bauherren acht Jahre lang bis zu 5.000 Mark bei Neubauten und bis zu 2.500 Mark bei Altbauten als staatliche Unterstützung. (Diese Unterstuetzungen wurden für Vorhaben gewaehrt, welche bis 31.12.2005 beurkundet bzw. beantragt worden waren.)

Eigentümergemeinschaft
Sie umfasst alle Miteigentümer einer Eigentumswohnanlage.

Eigentümerversammlung
Zusammenkunft der Eigentümergemeinschaft, bei der Entscheidungen bezüglich der Eigentumswohnanlage getroffen werden.

Erschließung
Vor Baubeginn muss das Grundstück erschlossen sein. Dazu zählen der Anschluss an das öffentliche Straßennetz, die Versorgung mit Elektrizität und Wasser, eventuell auch mit Gas und Fernwärme und Abwasserbeseitigung.

Erstrangiges Darlehen
Darlehen, das im Grundbuch an erster Stelle steht. Für den Gläubiger bietet das erstrangige Darlehen die größte Sicherheit.

Ertragswert
Ergebnis einer Berechnungsmethode zur Bestimmung des Wertes von Immobilien oder Unternehmen. Es wird nur der laufende Ertrag, nicht aber der Substanzwert der Immobilie oder des Unternehmens berücksichtigt.


F


Flächennutzungsplan
Vorbereitender (nicht verbindlicher) Bauleitplan, der die Art der Flächennutzung für eine gesamte Gemeinde regelt.

Freistellungsverfahren
Verfahren, um eine doppelte Besteuerung von Einkünften aus ausländischen Kapitalanlagen zu verhindern. Der Anleger muss die ausländischen Einkünfte nur dort versteuern, wo sie anfallen. In Deutschland sind sie von der Steuer freigestellt. Es gilt lediglich der Progressionsvorbehalt.

Fungibilität / fungibel
("Tauschbarkeit") Fachausdruck für die Möglichkeit, Investmentzertifikate oder Aktien kurzfristig an- und verkaufen zu können.


G


Geschlossener Fonds
Kapitalsammelstelle für Einzahlungen von Kapitalanlegern, die diese auf Veranlassung eines Initiators für eine Investition in feststehender Höhe aufbringen. Ist der erforderliche Betrag aufgebracht, wird der Fonds geschlossen, das heißt, der Kreis der Anleger ist begrenzt.

Grundbuch
Öffentliches Register über die im Grundbuchbezirk liegenden Grundstücke mit Angaben zu den mit dem Grundstück verbundenen Rechten und Lasten sowie Eigentumsverhältnissen. Er kann beim Grundbuchamt der zuständigen Amtsgerichte eingesehen werden.

Grunderwerbsteuer
Verkehrssteuer, die auf den Grundstückserwerb erhoben wird. Sie beträgt den entsprechenden, für das jeweilige Bundesland gültigen Prozentsatz des Kaufpreises der Immobilie (siehe Tabelle). Die Steuer ist sowohl beim Kauf als auch beim Erwerb per Zwangsversteigerung oder per Erbbaurecht zu zahlen.

Grunderwerbsteuer der Bundesländer
Bundesland Grunderwerbsteuersatz Gültig seit
Baden-Württemberg 5,0 % 05.11.2011
Bayern 3,5 % 1998
Berlin 6,0 % 01.01.2014
Brandenburg 6,5 % 01.07.2015
Bremen 5,0 % 01.01.2014
Hamburg 4,5 % 01.01.2009
Hessen 6,0 % 01.08.2014
Mecklenburg-Vorpommern 5,0 % 01.07.2012
Niedersachsen 5,0 % 01.01.2014
Nordrhein-Westfalen 6,5 % 01.01.2015
Rheinland-Pfalz 5,0 % 01.03.2012
Saarland 6,5 % 01.01.2015
Sachsen 3,5 % 1998
Sachsen-Anhalt 5,0 % 01.03.2012
Schleswig-Holstein 6,5 % 01.01.2014
Thüringen 5,0 % 07.04.2011

 

Grundsteuer
Besteuerung von Grundbesitz, die von den Gemeinden erhoben wird. Die Höhe ergibt sich aus der vom Grundsteuergesetz vorgegebenen Steuermesszahl (2,6 bis 3,5 Promille), multipliziert mit dem Hebesatz der Gemeinde.


H


Hausgeld
Besitzer von Eigentumswohnungen zahlen mit dem Hausgeld die Lasten des gemeinschaftlichen Eigentums, Kosten der Instandhaltung und -setzung sowie Verwaltungskosten. Die Höhe der regelmäßigen Zahlung richtet sich nach dem Verhältnis des Miteigentumsanteils. Hausgeld wird oft als Wohngeld bezeichnet. Im Hausgeld enthalten sind die "umlegbaren" und die "nicht umlegbaren" Kosten enthalten; also die Kosten die auf einen Mieter umzulegen sind und die Kosten, welche ausschließlich vom Eigentümer zu tragen sind.

HOAI
Honorarordnung für Architekten und Bauingenieure. Sie gibt die Honorare für die einzelnen Leistungen der Architekten und Ingenieure vor.

Hypothekendarlehen
Oberbegriff für grundpfandrechtlich gesicherte Darlehen. Steht es im Grundbuch an erster Stelle, wird es auch 1a-Darlehen genannt.


I


Immobilien-AG
Börsennotierte Aktiengesellschaft, deren operatives Geschäft überwiegend im Immobilienbereich liegt.

Initiator
Ein Unternehmer, der sich das Kapital für seine geschäftlichen Aktivitäten von Kapitalanlegern beschafft. Bei geschlossenen Fonds wird der Urheber des Anlagekonzepts so genannt.


K


Kapitalanlagegesellschaft
Abkürzung KAG. Unternehmen, das Investmentfonds auflegt. Auch als Fondgesellschaft bezeichnet.

Kapitalanlagegesetz
(KAGG) Das Gesetz, dem die deutschen Fondsgesellschaften unterliegen.

Kappungsgrenze
In 1983 eingeführter Prozentsatz zur Begrenzung des Mietzinsanstiegs bei frei finanzierten Wohnungen. Innerhalb von drei Jahren darf der Mietzins nicht mehr als die Kappungsgrenze steigen. Zur Zeit beträgt sie 20 Prozent.

Kinderzulage
Unter bestimmten Voraussetzungen erhalten Käufer und Bauherren vom Staat acht Jahre lang 1.500 Mark Zulage pro Kind.


L


Leerstand
Nicht vermietete Nutzfläche eines Gebäudes oder Gebäudebestands, ausgedrückt in Prozent der Gesamtnutzfläche.


M


Magnetmieter
(engl. anchor tenant) Mieter in einer Einzelhandelsimmobilie, zum Beispiel Einkaufszentrum, der eine überdurchschnittliche Anziehungskraft auf Kunden ausübt.

Mietspiegel
Übersicht über die Wohnungsmieten in einer Stadt oder Gemeinde, erstellt meist von der Baubehörde unter Mitwirkung von außerbehördlichen Experten und Verbänden, wird alle zwei Jahre aktualisiert. Aufgeführt ist der Durchschnittswert der Mietpreise, die in den letzten drei Jahren durch Neuvereinbarung oder Mieterhöhungen zustande kamen. Der Mietspiegel führt verschiedene Durchschnittsmieten je nach Lage, Ausstattung, Größe und Baujahr der Wohnungen auf.

Mindestansparsumme
Summe, die erreicht werden muss, um in Genuss des Bauspardarlehens zu kommen. In der Regel liegt die Mindestansparsumme bei 40 bis 50 Prozent.


N


Nachrangiges Darlehen
Darlehen, das im Grundbuch nicht an erster Stelle steht. Da bei Zahlungsunfähigkeit des Darlehensnehmers zuerst die Gläubiger des erstrangigen Darlehens bedient werden, wird in der Regel ein Zinsaufschlag erhoben (außer bei Bauspardarlehen)

Nebenkosten
Für die allgemeinen Nebenkosten sollten insgesamt rund zehn Prozent des Kaufpreises kalkuliert werden. Außer der Maklercourtage sowie der Grunderwerbsteuer fallen Notar und Gerichtskosten an. Sie liegen in der Regel bei ein bis zwei Prozent des Kaufpreises. Ferner fallen Erschließungskosten und gegebenenfalls Gutachterkosten an. Diese sind jeweils einzeln zu verhandeln.

Nichtabnahmeentschädigung
Sie fällt an, wenn ein Darlehensnehmer ein vertraglich vereinbartes Darlehen nicht oder nicht in voller Höhe in Anspruch nimmt. Die Entschädigung richtet sich nach dem entgangenen Gewinn der Bank. Sind die Kapitalmarktzinsen seit Vertragsabschluss gesunken, kann die Bank zusätzlich einen Zinsschaden geltend machen.

Niedrig-Energiehaus
Neubauten, die die Werte der Wärmeschutzverordnung um mindestens 25 Prozent unterschreiten.

Nominalschuld
Kreditbetrag, der zu verzinsen und zu tilgen ist. Auch wenn der Kreditnehmer zum Beispiel durch Abzug von Bearbeitungsgebühren oder eines Disagios weniger Geld von der Bank erhält, ist für die Berechnung der Zinsen und der Tilgung stets die Nominalschuld maßgebend.

Nominalzins
Der Zinssatz, mit dem die Nominalschuld zu verzinsen ist. Er darf nicht mit dem Effektivzins verwechselt werden, der die zusätzlichen Kreditkosten berücksichtigt und daher fast immer höher als der Nominalzins ist.


O


Offener Immobilienfonds
Ein Investmentfonds, der das Geld der Anleger in Grundstücke und Immobilien investiert

Ökologische Bauweise
Bauweise, die so umweltverträglich wie möglich ist, vor allem hinsichtlich der Optimierung des Energiehaushalts, der Flächennutzung und der verwendeten Baumaterialien.


P


Passivhaus
Gebäude ohne aktives Heizungs- und Klimatisierungssystem, also ein Haus, das sich passiv kühlt und heizt durch die entsprechende Bautechnik.

Performance
Engl. für Wertentwicklung (wörtlich "Ausführung", "Leistung"), Gesamterfolg einer Kapitalanlage oder Investition. Bei Investmentfonds angegeben als Prozentzahl auf den Anlagebetrag für einen bestimmten Bezugszeitraum (zum Beispiel fünf oder zehn Jahre), die sowohl die Wertsteigerungen ( oder -rückgänge) als auch die laufenden Ausschüttungen berücksichtigt.

Portfolio / Portefeuille
Gesamtbestand an Immobilien, Wertpapieren oder Wechseln, die ein Privatanleger oder ein Unternehmen besitzt.


Q


nicht belegt


R


Ratentilgungsdarlehen
Darlehen mit gleich bleibenden Tilgungsraten. Die jährlich zu zahlende Rate nimmt von Jahr zu Jahr ab, da die Zinssteuer kleiner wird.

Rendite
Gesamtertrag einer Investition, ausgedrückt in Prozent des angelegten Kapitals.


S


Schätzkosten
Die meisten Banken verlangen eine Schätzgebühr (Wertermittlungsgebühr) für die Ermittlung des Beleihungswerts einer Immobilie. Die Schätzgebühr beträgt in der Regel 0,2 bis 0,5 Prozent der Darlehenssumme, mitunter auch des Objektwerts.

Schlüsselfertig
Beim Kauf einer Schlüsselfertigen Immobilie braucht sich der Bauherr nicht um die Fertigstellung kümmern. Er hat von Planung bis zur vollständigen Fertigstellung nur einen Ansprechpartner, zum Beispiel einen Bauträger oder Generalunternehmer.

Sonderabschreibung / Sonder-AfA
Abschreibung zu erhöhten Sätzen.

Sonderabschreibung Ost / Sonder-AfA Ost
Besondere Regelung der Abschreibung für vermietete Objekte in den neuen Bundesländern (Grundlage: Fördergebietsgesetz). Von 1991 bis Ende 1996 betrug der Abschreibungssatz 50 Prozent innerhalb von ein bis fünf Jahren, von 1997 bis Ende 1998 konnten noch bis zu 25 Prozent für Wohn-, 20 Prozent bei Gewerbeimmobilien beziehungsweise 40 Prozent bei Modernisierungsobjekten abgeschrieben werden.

Sondereigentum
Der Eigentumsanteil, über den der Käufer einer Eigentumswohnung allein verfügt. Er umfasst die Wohnung selbst sowie etwaige Nebenräume wie zum Beispiel einen Keller.

Sondertilgungen
Zahlungen des Kreditnehmers, die über die im Vertrag vereinbarte Tilgung hinausgehen. Bei Hypothekendarlehen sind Sondertilgungen vor Ablauf der Zinsbindung meistens nicht vorgesehen. Das Recht auf Sondertilgung muss im Vertrag ausdrücklich vereinbart werden.

Spekulationsfrist
Frist, nach deren Ablauf der Erlös aus dem Verkauf einer Kapitalanlage steuerfrei ist. Bei Immobilien beträgt die Frist zehn Jahre, bei offenen Immobilienfonds und Immobilienaktien ein Jahr.

Substanzwert
Wert einer Immobilie, ausgedrückt als derjenige Geldbetrag, der notwendig wäre, um das Grundstück zu kaufen und die Immobilie neu zu errichten. Abgezogen wird der Wertverlust durch Abnutzung. Nicht berücksichtigt hierbei wird der Ertragswert der Immobilie. Substanzwert und Marktwert sind deshalb meist unterschiedlich hoch.


T


Teilauszahlungen
Bei einem Bauvorhaben zahlen die Kreditinstitute das Darlehen meist in Teilbeträgen nach Baufortschritt aus. Die erste Tilgung beginnt in der Regel nach vollständiger Auszahlung des Darlehensbetrags.

Teilauszahlungszuschläge
Bis zur Vollauszahlung verlangen einige Institute einen erhöhten Nominalzinssatz auf den bereits ausgezahlten Kreditbetrag. Üblich ist ein Aufschlag von 1 Prozentpunkt.

Teileigentum
Räume innerhalb einer Eigentumswohnanlage, die beruflich oder gewerblich genutzt werden können.

Teilungserklärung
Aus ihr geht hervor, welchen Anteil der Käufer an einer Eigentumswohnanlage erwirbt, wie hoch der Anteil an Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum ist.

Tilgung
Rückzahlung eines Darlehens. In der Regel wird ein Tilgungssatz von einem Prozent vereinbart.


U


nicht belegt


V


Variabler Zinssatz
Bei variabel verzinslichen Darlehen kann die Bank den Zinssatz jederzeit der Entwicklung auf dem Kapitalmarkt anpassen. Kreditnehmer können solche Darlehen frühestens sechs Monate nach Vertragsabschluss mit einer Frist von drei Monaten kündigen.

Vergleichsmiete
Durchschnitt der Mietpreise, die auf dem freien Wohnungsmarkt in den letzten drei Jahren durch Neuvereinbarungen oder Mieterhöhungen zustande kamen. Vergleichsmieten sind in Mietspiegeln unterschieden nach Wohnanlage, Ausstattung, Größe und Baujahr der Wohnungen genannt. Die Vergleichsmiete ist eine gesetzliche Grenze für Mieterhöhungen.

Verkehrswert
Der Verkehrswert einer Immobilie ist der Preis, der zu einem Wertermittlungsstichtag im gewöhnlichen Geschäftsverkehr zu erzielen wäre (Beleihungswert).

Verlustzuweisung
Steuerliche Zurechnung von Verlusten. Kapitelanlegern eines geschlossenen Fonds werden sowohl tatsächliche Verluste als auch reine Buchverluste (insbesondere Abschreibungen) zugewiesen. Im Ergebnis sparen die Anleger Einkommensteuer.

Versicherungsdarlehen
Tilgungsfreies Darlehen, bei dem die Tilgung am Ende der Laufzeit in einer Summe mit der Ablaufleistung einer Lebensversicherung erfolgt.

Vorfälligkeitsentschädigung
Ablösesumme, die eine Bank verlangt, wenn ein Kreditnehmer ein Festzinsdarlehen vor Ablauf der Zinsbindung zurückzahlen will. Die Bank darf dabei nur den Ausgleich des Schadens verlangen, der ihr durch die vorzeitige Ablösung entsteht.


W


Wohnungsbauprämie
Staatliche Bausparförderung für Bausparer ab 16 Jahren, die ihren ständigen Wohnsitz in Deutschland haben und unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind. Die Prämie beträgt zehn Prozent auf die jährlichen Sparleistungen von bis zu 1000 Mark (Ehepaare 2000 Mark).


X


nicht belegt


Y


nicht belegt


Z


Zinsbindung
Sie gibt an, wie lange ein vereinbarter Zinssatz gültig ist. Nach Ablauf der Zinsbindung muss über den Zinssatz und die Festschreibung neu verhandelt werden. Die Zinsbindung ist nicht zu verwechseln mit der Laufzeit eines Darlehens, die angibt, bis wann das Darlehen abgezahlt ist.

Zins- und Tilgungsverrechnung
Art der Kontoführung auf dem Kreditkonto. Üblicherweise rechnen Kreditinstitute Zins und Tilgung entsprechend der vereinbarten Ratenzahlung monatlich oder vierteljährlich ab. Einige Institute rechnen die Tilgung jedoch nur verzögert an. Beispiel: Der Kunde zahlt am Monatsanfang, die in der Rate enthaltene Tilgung verringert die Restschuld aber erst zum Monatsende oder zum Ende des Quartals.

Zuteilung
Zeitpunkt, ab dem der Bausparer Anspruch auf Gewährung eines Bauspardarlehens hat. Wann die Zuteilung erfolgt, hängt von der Höhe der Sparleistungen ab.

Zwischenfinanzierung
Bezeichnung für ein Überbrückungsdarlehen, wenn z.B. der Bausparvertrag ausreichend angespart, aber noch nicht zugeteilt ist. Die Absicherung erfolgt durch Abtretung der Rechte und Ansprüche aus dem abgeschlossenen Bausparvertrag.